about us

Wir kotzen Farben ist ein herrschaftskritisches Kollektiv von Aktivist*innen, das politischen Aktivismus in erster Linie als Straßen- und Handarbeit versteht. Die Welt rettet mensch weder durch Kommentare in sozialen Netzwerken noch allein durch ein bedachteres Konsumverhalten.
Kurzum: Wer wirklich etwas verändern will, der muss aktiv werden, rausgehen und Raum gewinnen. Im Sinne des Agreements „Von Aktivist*innen für Aktivist*innen“ sind wir nicht auf Profit aus, sondern wollen mit unserem Projekt zu kreativem Protest und einfacher Realisierung desselben anregen. Ein besonderes Anliegen besteht für uns darin, den Tierbefreiungsgedanken in die linkspolitische Szene zu tragen und dort nachhaltig zu etablieren. Antifaschismus lebt von Solidarität und dem Anspruch auf Selbstbestimmung, seine vorrangige Triebfeder ist die Idee einer Gesellschaft frei von Ausbeutung und Repression.

Dieses Grundverständnis schließt für uns zwangsläufig neben den menschlichen auch die nichtmenschlichen Tiere ein, da besonders jene oft schutzlos der Willkür unserer Spezies ausgeliefert sind. Sie werden unter der Direktive der instrumentellen Vernunft systematisch, strategisch und unter Aberkennung jeglicher Rechte auf jede erdenkliche Weise malträtiert. Herrschaft beginnt dort, wo moralisch irrelevante Unterschiede als Legitimationsgrundlage für Ungerechtigkeit herangezogen werden:

Wie beim Rassismus die Rasse und beim Sexismus das Geschlecht, so ist beim Speziesismus die Spezieszugehörigkeit Ausgangspunkt für Unterdrückung und Ausbeutung. Wir sind der Ansicht, dass diese Mechanismen analog verlaufen und ineinander übergreifen, sie letztlich also nur gemeinsam überwunden werden können. Die Aufnahme der nichtmenschlichen Tiere in die moralische Gemeinschaft ist längst überfällig und muss ausnahmslos in das Selbstverständnis aller sich als linkspolitisch verstehender Personen und Organisationen übergehen. Darüber hinaus hat ein beachtlicher Teil globaler Ungerechtigkeit seinen Ursprung nachweislich in der tierausbeutenden Industrie, es besteht also auch aus dieser Perspektive die Notwendigkeit, Menschenrecht und Tierrecht als Kampf für ein und dieselbe Sache zu begreifen.
In diesem Sinne: One Struggle, one fight – animal liberation, human right!